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Zur Geschichte des Ortes und wechselnde Eigentümer

(Zusammengestellt von Anneliese von Arnswaldt)


Die Geschichte

Die Brücke

Der Hof

Die Kirche


Das Schlossgebäude

Das Schloss liegt in einem ringsherumlaufenden, rechteckigen, steil ummauerten, Wassergraben und umgibt hufeisenförmig einen Hof. Es hat ein hohes, gewölbtes, als Sockel mit Karnies abprofiliertes Kellergeschoß, dessen gequaderte Außenmauer aus dem Graben etwas schräg ansteigt. Die Mauer der Oberstockwerke besteht aus weiß verputztem Bruchstein mit abwechselnd einbindenden Eckquadern aus grauem Sandstein, aus demselben Material die Einfassungen der Fenster und Türen. Der Mittelbau am Ende des Hofes hat zwei hohe Geschosse über dem Keller in einer Breite von neun Fensterachsen. Das barocke, rundbogige Hauptportal ist in seiner Mitte über einer wohl unfertigen Freitreppe zugänglich und liegt in einer ionischen Ädikula, ornamentiert mit Masken und Spitzquadern, als Abschluß das reich von Akanthusgeschlinge umgebene Metternichsche Wappen über einem leeren Inschriftbild. Die Fenster haben ein an den Ecken verkröpftes Gewände, und unter ihnen läuft in beiden Geschossen ein Gesims durch. Vor das hohe Dach, überall ohne Giebel und mit Sollingplatten [Sollinger Sandsteinplatten] gedeckt, tritt ein hölzernes Abschlußgesims. Rückwärts führt aus dem hier etwas vorgesetzten Mittelbau ein hölzerner Steg über den Graben durch eine rundbogige , von Quadern eingefaßte Tür, deren Giebelabschluß in der Mitte von einem Blumenaufsatz durchbrochen ist. Die Flügel bestehen aus zwei niedrigeren Wohngeschossen, die nur bis an das Fenstersims vom Oberstocke des Mittelbaus reichen. Eine Tür im Hofe jederseits neben dem Mittelbau ist über eine Freitreppe zugänglich. Die Gewände von Türen und Fenstern haben schlichte Steinbalken; Fenstergesims nur im unteren Geschoß anschließend an den Mittelbau. Die Flügel sind nach vorn abgeschlossen durch breitere, quadratische Pavillons, die drei Fensterachsen haben und gleiche Höhe und Gliederung wie der Mittelbau. Ihre vierseitigen Dächer sind leicht geschweift und enden in einer offenen leicht geschweiften Krone, die als Schornstein dienen. Die übrigen Schornsteine zeigen einen Kugelknauf auf jeder Ecke. Das Innere des Mittelbaues und der ganzen rechten Schloßhälfte blieb im Rohbau, namentlich ist auch das stattlich angelegte Treppenhaus hinter dem Hauptportal nicht ausgebaut worden, da Metternichs das Haus nie selbst bewohnten. Der Ausbau des Hauses geschah erst durch die Familie Voss, die seit dem 1. April 1901 dort auch wohnten.


Foto: Frau Rindchen, Deister-Anzeiger / HAZ